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Aufkommen der Nostratischen und Sinotibetischen Sprachen. Die Darstellung der Ergebnisse von Studien
Graphische Rekonstruktion des Aussehens der Trypillians von gefundenen Schädels (M.M Gerasimov. Aus dem Buch "Äneolithikum der UdSSR")
Spuren der uralten Bevölkerung der Ukraine in der Ortsnamen
Etymologischer Tabelle indogermanischer, finno-ugrischer und turkischer Sprachen
Übersicht der Ergebnisse der Untersuchungen
(Gekürzt)


      Im Zuge der Untersuchung konnte man zu folgendem allgemeinem Bild der Entstehung und Entwicklung von Sprachen kommen: In wenigen Herden der menschlichen Zivilisation entstehen einzelne Ursprachen, die im Verlauf der Geschichte einem komplizierten Gliederungsprozess augesetzt werden. Auf der ersten Etappe entwickeln sich aus einer Ursprache mehrere verwandte Sprachen der unteren Ebene. Es wird vermutet, dass eine der primären Ursprachen das s. g. Nostratisch war, das sich zu sechs Einzelsprachen teilte, wovon später indogermanische, uralische, chamitisch-semitische, drawidische, kartwelische und turkische Sprachen entstanden. Das erstellte graphische Modell von sechs Sprachen der nostratischen Überfamilie ermöglichte, ihre Bildungsareale in Kleinasien und Transkaukasien zu bestimmen.
     Anfang des 5. Jahrtausend v.u.Z. begannen die meisten Träger der nostratischen Sprache neue Gebiete zu erschließen. In der alten Urheimat blieben nur die Kartwelen. Die Chamito-Semiten und Drawiden gingen nach Süden, die Träger der indogermanischen, uralischen und turkischen Ursprachen zogen nacheinander über den Derbentischen Gang zum Nordkaukasus und ließen sich allmählich an der Osteuropäischen Ebene nieder, sich an die heimische Bevölkerung assimilierend, ihr dennoch eigene vollkommenere Sprachen beibringend. Die für drei Sprachfamilien erstellten graphischen Sprachmodelle ermöglichten, Siedlungsgebiete der Sprachträger und Bildungsareale der Sprachen der nächsten Ebene ausfindig zu machen. Das ganze Territorium Osteuropas von der Weichsel bis zum Uralgebirge ist vom dichten Flussnetz zu mehreren Dutzenden ethnobildenden Arealen ziemlich deutlich gegliedert. Die Indogermanen ließen sich im Einzugsgebiet des mittleren und oberen Dnieper nieder. Hier - in den von Dnieper-, Pripjat- und Desna-Zuflüssen abgegrenzten Arealen – entstanden indogermanische Mundarten. Die meisten Träger der ururalischen Sprache erreichten das Uralgebirge nicht sondern ließen sich im Wolga-Gebiet nieder. Alte Turkvölker besiedelten den Raum zwischen dem unteren Dnieper und dem Don, hier wurde die gemeinsame Turksprache einer Differenzierung ausgesetzt. Es ist hervorzuheben, dass sich die Turken zu jener Zeit auf einer höheren kulturellen Stufe als die Indogermanen und Finno-Ugren befanden, da sie aktiver die produktive Wirtschaft in Form von Ackerbau und Viehzucht führten. Dementsprechend eigneten die Indogermanen und Finno-Ugren viele Wörter von Kultur- und Haushaltbedeutung bei den Turken an.
     Anfang des 2. Jahrtausend v.u.Z. verlassen die meisten Turkstämme ihre Urheimat, die Räume von den Karpaten bis zum Altaigebirge allmählich erschließend. Diejenigen Turkstämme, die den Altai erreichten, kontaktierten mit den hiesigen Trägern mongolischer und tungusisch-mandschurischer Sprachen. Die reicheren und höher entwickelten Turksprachen hatten eine große Auswirkung auf die Sprachen der Einheimischen, welche sich hauptsächlich mit der Jagd und Waldfruchtsammeln befassten, d.h. auf einer relativ niedrigen Entwicklungsstufe standen. Infolgedessen weisen mongolische und tungusisch-mandschurische Sprachen sowie die genetisch verwandten Japanisch und Koreanisch einige mit den Turksprachen gemeinsamen Merkmale auf, was den Grund gibt, sie zu einer – der s. g. altaischen – Sprachfamilie zu vereinigen, obwohl die Turksprachen, wie wir sehen, genetisch zu ihr nicht gehören. Selbst der Familienname “altaisch” ist nicht gerechtfertigt, weil mongolische und tungusisch-mandschurische Sprachen im Einzugsgebiet des Amur, Koreanisch auf der Koreanischen Halbinsel und Japanisch im Fernöstlichen Küstenland entstanden. In dieser fernöstlichen Region befand sich der zweite Herd der menschlichen Zivilisation, zu welchem die Chinesen apropos nicht gehörten, weil sich die Wiege ihrer Kultur irgendwo im Mittelchina befand.
     Die Turken, die auf das rechte Dnieper-Ufer übergingen (es waren alte Bulgaren, Vorfahren der Chasaren und gegenwärtigen Tschuwaschen), bewegten sich langsam nach Nordwesten und kontaktierten ab und zu mit den alten Germanen, die das Pripjat-Gebiet der besiedelten. Die alten Bulgaren lebten in engerer Nachbarschaft zu Vorfahren der heutigen Deutschen, wovon zahlreiche lexikalische Parallelen zwischen dem Tschuwaschisch und Deutsch zeugen. Diese Tatsache unterstützt die Untersuchungsergebnisse, das zusätzliche Argument besteht aber noch darin, dass sowohl die Germanen als auch die Bulgaren auf dem Boden der Westukraine zahlreiche bis zu unserer Zeit erhaltene Ortsnamen hinterlassen haben.
     Zu dieser Zeit - vor Anfang des 1. Jahrtausend v.u.Z. - blieben alle Iranstämme in Osteuropa im Raum zwischen dem Dnieper und dem Don. Dann zogen die meisten dem Kaspi-Ostufer entlang in Richtung Mittelasien. Die in ukrainischen Steppen blieben, kennt die Geschichte als Kimmerier. Über Kaukasus veranstalteten sie räuberische Angriffe in Kleinasien, bis die Skythen sie dorthin für immer verdrängten, den ganzen Raum vom Dnister bis zum Don besetzend. Die Skythen kamen nicht vom Osten, wie es üblich bestimmt wird, sondern vom Westen. Es waren dieselben Bulgaren, die jetzt die Rückbewegung nach Osten anfingen und auf das linke Dnieper-Ufer übergingen.
Die finnisch-ugrischen Stämme blieben abseits der großen Volkswanderwege, sie zogen langsam nach Norden in der Reihenfolge, die von der Lage ihrer Areale in der Urheimat bestimmt war. Da sich die meisten finnisch-ugrischen Stämme auf langes Wandern nicht begaben, hatten sie kaum Möglichkeit, große verlassene Flächen zu besetzen. Die Differenzierung ihrer Sprachen war dementsprechend nicht so entfaltet wie die der indogermanischen. Einige Sprachen blieben einheitlich, andere spalteten sich zu wenigen Mundarten oder eng verwandten Sprachen.




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